Kind im Krieg

Wir haben es nicht leicht im Moment.
Ich glaube, all das ist zu viel für meinen Kopf.
Er muss wechseln. Zu oft wechseln. Zwischen Wut, Angst, Einsamkeit. Und Hass, Aggression und Traurigkeit. Ich will dich beschützen, dir beistehen.
Aber die Wut macht es mir immer schwerer...

Wir haben gelernt zusammen zu kämpfen.
Uns gegenseitig Mut zu machen und füreinander da zu sein. Ich kann nicht ohne dich.
Und nun flüchtest du. Hast die Chance ergriffen und flüchtest in dieses neue Leben, das du dir geschaffen hast. In der es all das was wir die letzten Jahre erlebt haben nicht gibt.

Und mich lässt du zurück.
Nein,.....Ich will nicht wütend auf dich sein...

Doch nicht nur du hast Schlimmes durchgemacht.
Ich möchte auch flüchten! Muss aber dann doch zurückkommen, weil ich nicht weiß wohin.
Ich habe dich nie allein gelassen.
Bitte lass mich nicht allein.
Es tut mir so weh dich so zu sehen.
Wir haben gedacht, dass nun alles besser wird. Haben uns umarmt und gelacht. " Endlich frei" hast du geflüstert und mir lächelnd über die Wange gestrichen.
Dir wird es nun zu viel. Du bist ausgebrochen.
Zu viele Tränen sind geflossen.

Und ich bin immernoch mittendrinn.
Nimm mich in den Arm und sag mir, dass alles gut wird.
Nimm mich in den Arm und sag mir, dass du immernoch mit mir kämpfen wirst.
Alleine schaffe ich das nicht.
Bitte. Bleib bei mir.

Mama






 

23.2.10 22:05

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