Lass mich inhalieren, die Welt draußen lassen.
Wie inhaftiert, bloß alleine sein.
Kein Gelaber, kein Telefon, wirklich alleine sein.
Das ist meine Zeit, nur für mich.
Mama, ich rede viel zu wenig mit dir,
bitte, vergiss mich nicht.
Ich denk dauernd an dich, ich hoffe,
das weißt du auch. Ich liebe dich.
Es gibt noch so vieles zu reden.
Ich wart noch auf die Liebe des Lebens,
die Welt scheint so mies und verregnet ohne sie,
doch ich bete, dass mir so was wieder begegnet.


Ein Wunder, dass die Welt noch steht.
Ein Wunder, dass ich selbst noch leb.

Meine Mädels, ich denke stets an euch.
Glaubt mir, dieser Herzschlag geht an euch!
Mir fehlt's an euch, ich hab im Moment
wenig Zeit, muss Miete zahlen, muss Sachen
machen, muss Scheiß überstehen, mich selbst
wieder irgendwo sehen. Immer wieder gestresst.
Dieser Herzschlag ist dafür,
dass ich euch niemals vergess

Nein, ich klage nicht!
Ich stelle Fragen nicht!
Alles was ich will, ist zurück an's Tageslicht.

17.2.10 22:09, kommentieren

Werbung


Ich bin verrückt nach dir.
Seit dem Augenblick, an dem ich dich kennen gelernt habe.
Du bringst mich um.
Bitte, hör nicht auf.

30.1.10 19:07, kommentieren

Was bleibt is die Leere.

hmmmm. Ob man sich wohl an Schläge, Gebrülle und ein Leben mit Angst gewöhnt? Ich kannte es nicht anders. Seit 20 Jahren bin ich auf den Boden gedrückt worden. War nie frei, stand immer im Schatten meines Vaters. Mein Leben war von Angst bestimmt. Mit jedem Atemzug, mit jedem Schritt.

Nun hat meine Mutter Mut gefasst, ich habe fast nicht mehr dran geglaubt. Nun ist er weg. Und wir sind frei. Bzw....wir müssten es theoretisch sein. Doch die Realität sieht irgendwie anders aus...

Vorher, wie gesagt, war da die Angst. Sie war mein treuer Begleiter. In diesem Haus sowie wenn ich drausen unterwegs war. Ich wurde geleitet durch tiefen Respekt und dieser Angst. Nun ist die Angst kleiner geworden. Sowie der krankhaft große Respekt, der mich immer verfolgte. Doch frei bin ich nicht. Was ich nun spüre...ist die Leere. Die Angst hat mir immer Mut gemacht, sie hat meinen Kopf hoch gehalten, hat mir den Grund zum Kämpfen geliefert. 
Nun ist sie weg. Und ich sehe nicht mehr viel, was bleibt. Und wenn ich nachdenke, dann schleicht sie sich an. Diese tiefe. dunkle Leere. Und das Schlimmste? Ich sehe auch nichts, das es wagen würde, gegen sie anzukämpfen.

Ich bin halt doch ein Exemplar voller Mängel.
So richtig glücklich und frei. Gibt es das wirklich?

27.1.10 20:07, kommentieren

Meine Seele & Ich.

Ängstlich sitzt sie neben mir.
Sie zittert nervös und piddelt sich an den
Fingern. Sie sieht aus dem Fenster.
Schon fast sehnsüchtig.
Es fällt mir so schwer, doch ich fahre weiter.
Ihre Angst geht auf mich über.
Was.... wenn all das nichts bringt?

Ich schüttle den Kopf und somit auch
die Tränen weg.
Es ist Zeit, denke ich mir.
Zeit zu kämpfen.
Für uns.
Für das, was wir uns schon so lange
wünschen.
Gegen das, was uns gefangen hält.

Ein leises Wimmern reißt mich aus meinen Gedanken.
Ich blicke zu ihr herüber.
Sie kämpf mit der Angst. Würde sie
durchdrehen, wenn sie sich nicht mehr
beherrscht?
Ich lege ihr meine Hand auf den Oberschenkel.
Sie sieht mich mit großen blauen Augen an.
Und dann schenken wir uns ein kleines Lächeln.
Eine kleine Geste, die doch so viel sagt.
Ich bin hier. Wir schaffen das.

Nach Sekunden wenden wir den Blick wieder ab
und ich fahre schneller.
Ich weiß plötzlich was richtig ist.
Nur Wir. Sonst nichts.

Manchmal, da passiert es,
dass die Seele Hilfe suchen
muss.

Wann hast du das letzte mal dein
Inneres gefragt, wie es ihm geht?


Es ist July.
09.07.09

1 Kommentar 25.1.10 16:33, kommentieren

Autsch!

Mein Herz sticht.
Bei jedem Atmenzug, bei jedem Wort,
bei jeder Bewegung.
Zu viele Emotionen, zu viel Chaos.
Es kann sich nicht entscheiden.
Weiß nicht, ob es lachen oder weinen,
tanzen oder unauffällig pochen soll.
Es lässt das alles nun an mir aus.
- dummes Drecksding!

Ich stoße an meine Grenze,
weil ihr an eure Grenzen stoßt.
Ich will helfen und kann doch
nichts tun. Muss zusehen und auf ein
Wunder hoffen. Mal wieder.

Hmm.

Plötzlich habe ich Mittleid.
Also, mit meinem Herzen.
Es ist doch genau so verzweifelt wie ich.
Zu sehen wie der eine Teil glücklich ist,
lacht und tanzt, macht meine Welt ein wenig heller.
Doch dann denke ich an den anderen Teil, der denkt
zu gehen, weil es zu viel für ihn ist und alles keinen
Sinn mehr ergibt. Nein, nicht einmal mehr ich
ergebe in seiner Welt einen Sinn.
Alles dunkel, kein Lichtschalter.

Autsch!

Da stichst du mir wieder
in der Brust. Du tobst und schreist.

Ja... ich höre dich.
Und in Gedanken stimme ich dir zu.

Zu viel für uns.

Mein Herz und ich.



[ > 18.10.09]

12.1.10 23:25, kommentieren

Die Seele tanzte mit...

"Impulsive Menschen kenne keine Grenzen,
schmeißt die Möbel aus dem Fenster,
wir brauchen Platz zum dancen!"

Getanzt, Gelacht, Gefeiert, die Seele für ein paar Stunden freigelassen. Schön war's. Mit Freunden, mit ihm und mit vielen anderen Menschen, die sich auch so haben fallen lassen wie ich. Ich glaube, darum geht's im Leben. Einfach mal abschalten. Und das tun, was wir sonst so schnell vergessen in unserem Trott. : leben!

Nun hab ich Hunger und warte auf mein Muttertier, das hier gleich mit Brötchen unterm Arm klingeln müsste. Mit einem schönen Gefühl bin ich heute aufgewacht. Ich hoffe, es hält noch ein wenig an.

Und es schneit. Ich mag keinen Schnee mehr haben. Aber wenn ich so hier vom Sofa aus meinem großen Fenster blicke, hat er doch etwas schönes an sich. So leicht, irgendie kuschelig. Hmmmm. Zum Glück ist Sonntag und ich muss das Haus heute nicht verlassen. Braaaaver Schnee. Gut von dir an nem Sonntag alles hier so zuzudecken. An anderen Tagen wenn ich unterwegs bin, würde ich gewiss anders über dich denken. Glück gehabt

3.1.10 10:59, kommentieren

Kinderkriegen geht immer.

Immer wieder muss ich den Kopf schütteln, wenn ich junge Mädels an mir vorbei tappsen sehe, die einen dicken Babybauch vor sich her schieben.

Die meisten Menschen die sich genau so wundern stellen sich die Frage: " Hmm. Sind die zu blöd zum verhüten?" Hm.....nein! Die wissen schon wie man das schwangerwerden vermeidet, sie wenden es nur nicht an! Sie WOLLEN das nicht anwenden.
Wir leben in einer Welt, in der eine glückliche, unbeschwerte Kindheit und ein guter Job schon einen großen Seltenheitswert haben. Also was tun, wenn man eine nicht so leichte Kindheit hatte, die Schule verkackt und den Moment eine gute Ausbildung zu machen irgendwie verpasst hat? Oder schlicht und ergreifend (und meiner Meinung nach ist das die Mehrheit) einfach keinen Bock hat zu arbeiten. Is ja auch nicht leicht jeden Tag 8 Stunden zu schuften. Manchmal kann ich diese Leute verstehen...

Also wird man als junges Mädel schwanger. Warum? Um was zu tun zu haben? Um was zum kuscheln zu haben? Um ne Ausrede zu haben, nicht arbeiten zu müssen? Ich verstehs nicht.
Ich will warten.  Kann dir auch sagen warum. Ich will meinem Kind etwas bieten können. Ihm zeigen, was es heißt, sich durchs Leben zu kämpfen. - Auf ehrlicher Art und Weise.
Oder wie soll ich sonst meinem Kind erklären, dass gute Noten wichtig sind, wenn ich selbst keinen Schulabschluss habe? Wie soll ich meinem Kind Mut machen die Ausbildung durchzuhalten, wenn ich selbst keine Ausbildung abgeschlossen habe? Wie soll ich meinem Kind vermitteln, dass es okay ist, wenn man fällt, dass aber darum geht wieder aufstehen, wenn ich selbst nie Bock hatte in meinem Leben für etwas zu kämpfen?
Das, was wir sind, übertragen wir auf unser Kind. Unbewusst.

Ich kenne so manche Kinder, aus denen wirklich etwas werden kann. Sie sind clever und fröhlich und gewillt zu lernen. Nur haben sie meist eine Mutter, die keine Lust hat sich viel mit dem kleinen Energiebündel abzugeben. Klein Jeremy (o.ä.) nervt halt. Also wird gebrüllt und gehauen. Kommt davon, wenn man mit 17 meint Mutter zu werden und dann PLÖTZLICH überfordert ist. Und ganz nebenbei auch unzufrieden mit dem eigenen Leben.

Ja, vielleicht schere ich nun alle über einen Kamm. Das kann sein. Doch ich kenne zu viele kleine Wichte, die unter ihren Müttern zu leiden haben. Und nicht andersrum, wie es meist dargestellt wird.

Ich will warten. Vielleicht nicht mehr zu lange, aber immerhin so lange, bis ich mir sicher bin. Sicher, dass ich etwas vorweisen kann. Dass ich etwas bin und mein Kind stolz auf den Weg sein kann, den ICH gegangen bin. Ich will mein Kind an die Hand nehmen und ihm die Kraft geben können, die ICH auf meinem Weg aufbringen musste. Es braucht nun mal Kraft glücklich zu sein...

Ich denke an sie.
An all die Kinder, die keine Chance bekommen, glücklich, selbstbewusst und stark aufzuwachsen.
Ihr tut mir leid.

Willkommen in dieser Welt.

 

...Für Lucas. <3

 

2.1.10 21:26, kommentieren